Edith und Karin im ORF über Baukultur am Biohof Prannleithen

Vierseithöfe prägen das Landschaftsbild des südwestlichen Waldviertels. Ein Kulturgut-Beitrag in der ORF-Sendung „NÖ heute“ vom 9. September 2026 (1 Monat online verfügbar) widmet sich dem Thema. Karin und Edith, die am Hof gemeinsam aufgewachsen sind, zeigen den Biohof Prannleithen und seine baukulturellen Besonderheiten in ihren Rollen als Hofbesitzerin und Architektin. Eine dieser Besonderheiten ist ein bei der Renovierung bewusst erhaltenes „Seelenloch“, durch das nach altem Volksglauben die Seelen von Verstorbenen entweichen können.

Weitere historische Details zum Hof kann man im Kapitel: Wer hat’s erfunden? auf unserer Startseite nachlesen.

Ergebnisse der Honig-DNA-Analyse

Gestern haben wir die Ergebnisse unserer Honig-DNA-Analyse erhalten. Die Kornblume war wohl sehr beliebt. Untersucht wurde Honig aus dem Jahr 2026, um herauszufinden, von welchen Pflanzen die darin enthaltenen Pollen stammen – also welche Pflanzen unsere Bienen besucht haben. Insgesamt konnte DNA von 67 Pflanzen aus 49 Gattungen und 23 Pflanzenfamilien gefunden werden. Folgend könnt ihr die am häufigsten nachgewiesenen Arten in einem interaktiven Diagramm sehen:

Die Kornblumen im biologischen Dinkelacker waren bei den Bienen hoch im Kurs – mit 23% der DNA-Moleküle stehen sie ganz oben auf der Liste. Die gefundenen Anteile der DNA-Moleküle der Pflanzenarten lassen zwar keinen 1:1 Rückschluss zum Anteil der Pflanzenpollen im Honig, da die DNA-Mengen unterschiedlich ausfallen können. Klar wird trotzdem: Die Kornblume war eine wichtige Trachtpflanze. Von Birn- und Apfelbaumblüten ist in der Probe keine Spur mehr. Wir haben dieses Jahr nur ein Mal geschleudert – nämlich spät im Juli. Den Honig aus dem Frühjahr mit den blühenden Obstbäumen hatten die Bienen wahrscheinlich bis dahin schon selbst verspeist. Auch Gräserpollen wurde in unserem Honig nachgewiesen. Das Knäuelgras kam auf 2,91%. Gräser (dazu gehört auch Getreide) werden zwar vom Wind bestäubt und liefern keinen Nektar, ihren Pollen können Bienen aber trotzdem sammeln und als Eiweißquelle nutzen.Insgesamt spricht das Ergebnis für ein sehr vielfältiges Blütenangebot im Flugradius der Bienen – die Arten wachsen auf Wiesen, an Säumen, in Gehölzstreifen, im Wald und auf landwirtschaftlichen Kulturen. Klein strukturierte Landschaften, in denen man als Biene auf kleinem Raum viele verschiedene Lebensräume und Pflanzen erreicht und damit über die ganze Saison hinweg Nahrung findet, sind also der Jackpot. Und es zeigt, dass auch biologische Ackerflächen mit ihren Beikräutern einen großen Wert für die Bienen haben können.

Die Ergebniswebsite mit Links zu den Top 5 gefundenen Pflanzen findet ihr hier.

Und wenn jemand Bienen mit bunten Pollenhöschen fliegen sieht: hier eine Übersicht zu Pflanzenarten und ihren Pollenfarben – gegliedert nach Monaten.

Bienenfest – schön wars!

Es gab regionales Essen & Trinken und Produkte der Yspertaler Imker*innen. Quiz, Hüpfburg, Kino, Musik und das schöne Ambiente am Gelände und unter dem Nussbaum mit der riesigen Krone haben das Fest richtig gemütlich und unterhaltsam gemacht. Danke für euren Besuch!

Und so einen schönen Überblick über Honige der Yspertaler Bienen hatten wir bisher auch noch nicht.

ORF Dreharbeiten am Biohof Prannleithen

Letzen Freitag fanden im Yspertal die Dreharbeiten für einen Beitrag der ORF-Sendung „Land und Leute“ statt.  
Anlässlich seines 120-jährigen Bestehens wird der Imkerverein Yspertal in der Sendung vorgestellt.

Wir sind zwar erst etwa ein Hundertstel des Vereinsbestehens Mitglied, durften aber trotzdem unsere hunderttausend Mitarbeiterinnen vorstellen. Auch die Geschichte des Vereins war Thema und ich habe erzählt, dass meine Oma – die bis in die 90er Jahre Bienen auf unserem Hof hatte damals die einzige Frau im Verein war. Deshalb wurde sie auch Bienenkönigin genannt. Ebenso haben wir eine DNA-Probe vorgestellt, um herauszufinden von welchen Blüten die Bienen Nektar und Pollen gesammelt haben.

Der Beitrag wird am Samstag, 8. August 2026, um 16:20 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt und ist anschließend einen Monat lang auf ORF ON verfügbar. Vorab ist hier der Link zur Sendungsbeschreibung zu finden: https://tv.orf.at/program/orf2/landundleu562.html Auch die Anmoderationen der gesamten Sendung werden bei uns am Hof gedreht – wir haben viele schöne kitschige Plätzchen – denen man allerdings die Trockenheit sehr anmerkt.

Wir laden außerdem zum Jubiläumsfest am 23. August 2026 ein, bei dem das 120-jährige Bestehen des Vereines gemeinsam gefeiert wird.